Bewilligtes Hotel im Mai

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe kürzlich von so jungen, unerfahrenen Spunden mit Pomade im Haar (‘haben sich mir als Consultants vorgestellt und treten auch wie Sultane auf), die Empfehlung bekommen, mich in der Öffentlichkeit besser zu verkaufen. Es wäre der Eindruck entstanden, ich würde aus Prinzipientreue und blinder Kostenreduktionswut jegliche Dienstreise unterbinden. Dem muss ich in aller Schärfe widersprechen.

Ich werde hier in regelmäßigen Abständen die Hotels vorstellen, die ich auch bewilligt habe. Dann ist diesen Unterstellungen schnell die Grundlage entzogen.

Das unten abgebildete Hotel ist im Mai – wenn auch nur knapp – bewilligt worden.

Ein Hochsicherheitszaun schützt hier meine Aussendienstmitarbeiter vor jeglicher öffentlicher Einflussnahme, gemeinschaftliche Sanitäreinrichtungen auf dem Flur erhöhen den ungeschminkten Kontakt zum Bürger in Alltagssituationen. Ganz nebenbei hat dies die Kosten der Dienstreise glatt nochmals um 2,3% verringert. Da hat Hansemann wieder einmal mitgedacht, von blindem Kostendrücken keine Spur.

Bauchschmerzen dagegen haben mir die Einkaufswägen bereitet, die nur so zum Shoppen einladen. Pragmatisch wie ich bin, hat eine Abwägung der Vor- und Nachteile und Prüfung anhand RgbFBIuA eine Bewilligung ermöglicht.

Von dem Aussendienstmitarbeiter habe ich bisher nichts mehr gehört. Wenn’s einem halt gefällt und es kein Anlass zur Kritik gibt, ist das nicht weiter verwunderlich.

Also, meine lieben Consultanten, das war dann wohl ein Sturm im Wasserglas.

Hochachtungsvoll

Helmfried Hansemann


2 Meinungen zu “Bewilligtes Hotel im Mai”

  1.  Jasmin | 9. Juni 2008 @ 12:30

    Hm, lieber Herr Hansemann, haben Sie denn auch Bilder von den Zimmern vorliegen?

  2.  Helmfried Hansemann | 10. Juni 2008 @ 13:48

    fotolia_7415662_xs.jpg
    Sehr geehrte Jasmin,

    ein Bild der Inneneinrichtung möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

    Die Aufnahme ist zwar nach der Renovierung entstanden (der Aussendienstmitarbeiter nächtigte dort einge Zeit zuvor), gibt jedoch einen recht guten Eindruck über die doch zweckmäßig-luxuriöse Ausstattung des Zimmers mit Rundfunkempfangsgerät und reichverzierter Strukturtapete. Der Winkel der Aufnahme läßt die Tapete leider in einem etwas ungünstigen Licht erscheinen.

    Hochachtungsvoll

    Helmfried Hansemann

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