Sonntag, der 3. August 2008
Das beliebteste Angebot im Juli auf ABeDi war Viva Italia am Gardasee, das sich knapp vor Helgoland positioniert hat.
Ach herrlich, ich war damals 10, als ich 1966 mit meiner Mutter und unserem geliebten Käfer (den Sie übrigends heute noch fährt) Richtung Gardasee aufgebrochen bin. Da könnte man glatt meinen, die Zeit sei stehengeblieben. Heute mache ich keine solche Weltreisen mehr, man wird halt bequemer.
Am Wochenende geht’s in unseren Schrebergarten zum Rosenstutzen und Unkrautausbrennen.
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann
Donnerstag, der 31. Juli 2008
Tourismuszukunft beschreibt einige Besonderheiten, welche die Adaption des Wootkonzepts an die Touristik mit sich bringt und bescheinigt dabei ABeDi eine stringente Umsetzung.
Ich habe Anerkennung nun wirklich nicht nötig, aber wo Herr Bauhuber Recht hat, hat er Recht! Ich wünsche allerseits ein schönes Wochenende (bin eh schon wieder spät dran).
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann
Donnerstag, der 10. Juli 2008
ABeDi immer und überall: In Zusammenarbeit mit Liveshoppingwidgets können Sie die ABeDi-Reiseideen jetzt in Blogs/Websites und auf iGoogle einbinden und verfolgen.
3 unterschiedliche Möglichkeiten der Einbindung bieten wir Ihnen an:
Normal (200*350 Pixel):
Code:
<iframe style=”width: 200px; height: 350px; margin: 0px; border: 0px none; overflow: hidden;” src=”http://widget.liveshoppingwidgets.de/content.php?t=34″ scrolling=”no” frameborder=”0″ framespacing=”0″ ></iframe>
Klein (150*350 Pixel)::
Code:
<iframe style=”width: 150px; height: 350px; margin: 0px; border: 0px none; overflow: hidden;” src=”http://widget.liveshoppingwidgets.de/content.php?t=35″ scrolling=”no” frameborder=”0″ framespacing=”0″ ></iframe>
Breit (350*230 Pixel):
Code:
<iframe style=”width: 350px; height: 230px; margin: 0px; border: 0px none; overflow: hidden;” src=”http://widget.liveshoppingwidgets.de/content.php?t=36″ scrolling=”no” frameborder=”0″ framespacing=”0″ ></iframe>
http://www.google.com/ig/adde?moduleurl=http://www.liveshoppingwidgets.de/abedi_liveshopping.xml
http://www.liveshoppingwidgets.de/abedi-liveshopping100.zip (Installationsanleitung)
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann
Mittwoch, der 9. Juli 2008

…Ritterromantik schlägt Bierseligkeit. Das legen zumindest die beliebesten ABeDi-Reiseangebote im Juni nahe. Dabei sind die meisten Amtsbesucher doch männlich? Oder zählen verBeckhamte Besucher zum weiblichen Part? Wer weiß…
Sonntag, der 6. Juli 2008
Wir sind ja einiges gewohnt hier in unserem Amt, was Einsprüche und Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern angeht, jeder will was, keinem passt was. Man kennt das ja.
Umso mehr freut es mich, wenn ein interessierter Bürger wie Michael Klein lobende Worte für unser Amt zur Bewilligung von Dienstreisen findet:
Super Idee die Kurzreisen und abwechslungsreich!
Und er hat ja auch Recht, der Herr Klein
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann
(der wegen dieses Artikels extra seine Kaffeepause um 7 Minuten verschoben hat!)
Sonntag, der 15. Juni 2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
jetzt, da sich der anfängliche Schleier lichtet, werde ich mir erst des Ausmaßes der Verwüstung bewußt. Nichts steht mehr auf meinem Schreibtisch an seinem gewohnten Platz.
Scheußlich, mir gefällt mein eigener Schreibtisch nicht mehr. Aber das passiert, wenn das Altersgefälle zwischen Berater und Beamten ein halbes Jahrhundert beträgt.
Ich bin ja nicht mehr der Jüngste und bewerte die Lage natürlich mit einigen Jahren Erfahrung auf dem Buckel. Lieber Amtsbesucher, wie gefällt Ihnen mein neuer Schreibtisch? Ihre Meinung ist gefragt, schließlich werden Sie mir an diesem Schreibtisch täglich gegenübersitzen.
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann
Donnerstag, der 12. Juni 2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe zwar in vielerlei Hinsicht einen dicken Pelz, aber diese Schafskälte dringt nur so durch jede erdenkliche Ritze und lässt einen frösteln. Merklich unterkühlt, ja fast erfroren, hatte ich heute morgen mein Büro betreten. Ich liebe es an meinem Arbeitsplatz immer wohlig warm, so 26,3 Grad ist eine ideale Temperatur.
Kurzum, beim Betreten meines Büros hatte es mir die Sicht verschlagen, und das nicht nur vor Schreck. Die von mir hoch geschätzten Consultanten haben Ihre Ankündigung wahr gemacht:
“Die einzelnen Arbeitsplätze müssen aus Effizienzgesichtspunkten neu gestaltet werden. Die bisherige Schreibtischorganisation führte dazu, dass der rechte Arm pro Tag eine unnötige Strecke von 20 Metern zurücklegt. Bei einer Armbewegungsgeschwindigkeit von 10cm/Sekunde macht das Ineffizienzen von 200 Sekunden am Tag, ca. 4.000 Sekunden im Monat und 44.000 Sekunden im Jahr aus. Das entspricht eineinhalb verschwendeter Arbeitstagen im Jahr!” [Quelle:"Analyse, Bewertung und Reorganisation der Ablaufprozesse im Amt zur Bewilligung von Dienstreisen. S.635. Abschnitt: Mitarbeiterarbeitsplatzgestaltung. Feb. 2006" ]
Ich hatte es ja schon seit Jahren befürchtet, heute ist die Androhung in die Tat umgesetzt worden. Ob meine Brille nun aufgrund der Temperaturunterschiede beschlug, oder ob das schon die ersten Stresssymptome waren, ich kann mich nicht mehr daran erinnern.
Fakt ist, dass die Herren von oben meinen heiligsten Ort nicht nur betreten, sondern schwerwiegende Eingriffe an meinem Arbeitsplatz vorgenommen haben. Jahrzehnte hatte ich benötigt, den Arbeitsplatz an meine Erfordernisse anzupassen.
So waren die Stapel Papier alle nach (m)einer Kategorisierung angelegt, die sich Dritten natürlich nicht sofort erschließt, aber meine Anwesenheit unentbehrlich machte. Ich will nicht wissen, wie viele Meter diese Organisation eingespart hatte, die Stapelhöhe war auf jeden Fall messbar.
Von diesem Schock werde ich mich erst einmal erholen müssen, mein Herz ist ja auch nicht mehr das pumpfreudigste. Also Hansemann, ab ins Wochenende mit dir, das hast du dir redlich verdient. Ich hoffe (vielmehr bin ich mir sicher und freue mich dennoch), dass ich am verrückten Montag, den 16.6.2008 wieder klarer sehe, und Ihnen meinen neuen Schreibtisch ohne Schleier präsentieren kann.
Ach, und nehmen Sie mir doch bitte noch dieses Musical vom Tisch, ich habe nächste Woche genug zu tun, um mich darauf zu konzentrieren, mich an meinem Arbeitsplatz wieder heimisch zu fühlen.
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann
Mittwoch, der 11. Juni 2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
was lese ich da wieder für ein Schmarrn. Die Auswertung von Stellenanzeigen aus der IT-Branche hat ergeben:
Angehende IT-Berater müssen sich auf häufige Dienstreisen einstellen. In fast der Hälfte (44 Prozent) der entsprechenden Stellenausschreibungen wird von den Bewerbern verlangt, für regelmäßige Einsätze beim Kunden bereitzustehen.
Es ist doch wirklich interessant zu lesen, dass die Dienstreise hier als notwendiges Übel dargestellt wird. Ich habe die Erfahrung gesammelt, dass meine Ämtlinge jedes noch so unsinnige Argument vorbringen, um überhaupt eine Dienstreise bewilligt zu bekommen.
Um deshalb bei der Bewerberauswahl frei nach dem Motto “Die guten ins Töpfchen,…” zu selektieren, schreibe ich immer ganz deutlich in die Stellenanzeigen hinein: Dienstreisen unerwünscht.
Spätestens wenn der Antrag einer Dienstreise vorbeigebracht wird, zücke ich den Arbeitsvertrag des Mitarbeiters und verweise auf die dort stehende -zugegebenermaßen klein geschriebene- Passage. Leider scheinen einige Mitarbeiter an partieller Amnesie zu leiden, aber da kann ich Abhilfe schaffen. Usedom habe ich natürlich sofort abgelehnt.
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann
Sonntag, der 8. Juni 2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe kürzlich von so jungen, unerfahrenen Spunden mit Pomade im Haar (‘haben sich mir als Consultants vorgestellt und treten auch wie Sultane auf), die Empfehlung bekommen, mich in der Öffentlichkeit besser zu verkaufen. Es wäre der Eindruck entstanden, ich würde aus Prinzipientreue und blinder Kostenreduktionswut jegliche Dienstreise unterbinden. Dem muss ich in aller Schärfe widersprechen.
Ich werde hier in regelmäßigen Abständen die Hotels vorstellen, die ich auch bewilligt habe. Dann ist diesen Unterstellungen schnell die Grundlage entzogen.
Das unten abgebildete Hotel ist im Mai – wenn auch nur knapp – bewilligt worden.
Ein Hochsicherheitszaun schützt hier meine Aussendienstmitarbeiter vor jeglicher öffentlicher Einflussnahme, gemeinschaftliche Sanitäreinrichtungen auf dem Flur erhöhen den ungeschminkten Kontakt zum Bürger in Alltagssituationen. Ganz nebenbei hat dies die Kosten der Dienstreise glatt nochmals um 2,3% verringert. Da hat Hansemann wieder einmal mitgedacht, von blindem Kostendrücken keine Spur.
Bauchschmerzen dagegen haben mir die Einkaufswägen bereitet, die nur so zum Shoppen einladen. Pragmatisch wie ich bin, hat eine Abwägung der Vor- und Nachteile und Prüfung anhand RgbFBIuA eine Bewilligung ermöglicht.
Von dem Aussendienstmitarbeiter habe ich bisher nichts mehr gehört. Wenn’s einem halt gefällt und es kein Anlass zur Kritik gibt, ist das nicht weiter verwunderlich.
Also, meine lieben Consultanten, das war dann wohl ein Sturm im Wasserglas.
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann
Dienstag, der 3. Juni 2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Besucher meines Amtes haben gewählt. Die dekadentesten Angebote meiner Aussendienstmitarbeiter waren im Mai der Beliebtheit nach:
1. Shoppen in London
2. Länderspiel Deutschland Belgien
3. Kurzurlaub an der Ostsee
Shoppen in London, das ist doch wieder typisch für die Spaßgesellschaft und Erbengeneration. Was Shoppen bedeutet, weiß ich ja inzwischen.
Ich muss und musste mir bisher alles hart und ehrlich selbst erarbeiten und am eigenen Leib absparen. Und was macht die Generation, die mir die Pension finanzieren soll? Sie lebt auf Pump und gibt das nicht verdiente Geld gleich wieder aus. Und das nichteinmal in Deutschland, nein, in England! Ich sage nur Brave New World!
Hochachtungsvoll
Helmfried Hansemann