c’t leistet Amtshilfe

Montag, der 2. Juni 2008      Meinungen Kommentieren!

Sehr geehrte Damen und Herren,

soeben hat mir ein Mitarbeiter von unserer Technik die Rechner-Zeitschrift c’t auf den Tisch gelegt.

In einem “Social Shopping Report” (obwohl meine Mutter den Begriff “Shopping” kannte, konnte sie mir nicht erklären, was hinter dem Begriffspaar steckt) wird mein Amt an vorderster Stelle erwähnt. Da sich mir der Zusammenhang nicht erschließt, bin ich mir im Unklaren, ob es sich dabei um eine Auszeichnung handelt. Dies wäre jedoch die einzig plausible Erklärung. Bei dem Ärger den ich hier habe, war eine solche Anerkennung längst überfällig.

Hochachtungsvoll

Helmfried Hansemann



Unnötige Betriebsreisen

Dienstag, der 20. Mai 2008      Meinungen Kommentar abgeben! (bisher 1)

In Ihrem Management-Blog schreibt Frau Claudia Tödtmann auf Handelsblatt.com über die Gründe für unnötige Betriebsreisen. Der Grund sei die Flucht der Mitarbeiter vor ihrem eigenen Büro. Mitarbeiter würden versuchen, möglichst viele Tage außerhalb Ihres Büros zu verbringen. Mitarbeiter hauen lieber ab, als die Umstände im Büro zu verbessern. Die Folgen für die Unternehmen sind enorm:

Wenn ein Unternehmen jede fünfte Dienstreise im Flieger einsparen könnte – das dürfte sich zu einer ordentlichen Summe summieren. [...]
Das einzig mögliche Fazit ist also dies: Wer Mitarbeiter hat, die nicht abhauen brauchen, die sich wohl fühlen in ihrem Arbeitsumfeld, der kann froh sein.

Ihrem Fazit kann ich jedoch keinenfalls zustimmen, sicher hat sich Frau Tödtmann hier unklar ausgedrückt. Soll sich das Büro(-umfeld) wirklich an den Mitarbeiter anpassen? Wenn da nicht der Schwanz mit dem Hunde wedelt. Sollte sich nicht eher der Mitarbeiter ein wenig am Riemen reißen und sich den Sitten im Unternehmen anpassen? Dann doch eher Zweiteres.

Einfacher wäre es noch, anstatt am Betriebsklima zu schrauben, die Dienstreise zu verhindern. Voilá, dann habe ich perfekte Kostenkontrolle und der Mitarbeiter ist gezwungen, sich anzupassen. Er kann gar nicht ausweichen. Sicher, da spielt auch ein wenig Erziehung mit, aber geschadet hat diese noch Niemandem.

Hochachtungsvoll

Helmfried Hansemann



Ergebnisse der ABeDi-Umfrage

Dienstag, der 13. Mai 2008      Meinungen Kommentar abgeben! (bisher 3)

Sehr geehrter Staatsbürger,
Sehr geehrte Staatsbürgerin,

auch das Amt zur Bewilligung von Dienstreisen kommt nicht drumherum, sich volkes Stimme zu öffnen, um Verwaltungsakte bürgernahe Dienstleistungen anzubieten. Ich tue mich mit dieser neuen Sicht der Dinge ehrlich gesagt noch schwer, da dies bedeutet, dass sich hoheitliche Aufgaben am gemeinen Volk ausrichten und nicht umgekehrt, so wie ich es gewohnt war. Mein Verständnis war es immer, dass Staatsdiener dem Staat, und der Bürger dem Beamten dient. Diese einfache Logik scheint nicht mehr zu gelten.

Auf Drängen Bitten meines Vorgesetzten habe ich daher, der neuen Linie folgend, eine Umfrage unter den Besuchern meines Amtes durchgeführt. Der IPod-Aufhänger war eine Ausrede, das Hineinregieren in meinen Arbeitsbereich von oben hatte mich zutiefst gekränkt. Ich bin dazu angewiesen worden, die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage an meiner Bürotüre auszuhängen.

1. Warum würdest du ein AbeDi-Angebot (nicht) buchen?
· Preis ist gut: 20%
· zu teuer: 13%
· Termin ist schlecht: 5%

2. Welche Reisen würdest Du Dir auf ABeDi.de wünschen?
· Städtereisen insg. 35%
· Städtereisen Ausland: 16%
· Deutsche Metropolen: 12%
· Zusatzangebote (á la Bungee jumping): 5%

3. Wie findest du Hansemann?
· cool: 49%
· überflüssig: 33%
· kenn ich nicht: 16%
· stört: 1%

4. Wie gefällt dir ABeDi insgesamt (in Schulnoten)?
· Durchschnittsnote: 2,2 (gut)
· 1: 15%
· 2: 56%
· 3: 27%
· 4: 1%
· 5: 1%
· 6: 0%

5. Würdest Du ABeDi weiterempfehlen?
· Ja: 97%
· Nein: 3%

6. Kommst Du wieder?
· Ja: 100%

7. Alter
· 10-19: 5%
· 20-29: 49%
· 30-39: 29%
· 40-49: 13%
· 50-59: 3%

8. Geschlecht
· männlich: 69%
· weiblich: 31%

9. Wieviele weitere Live-Shopping Anbieter kennst du?
· 1 oder mehr: 83%
· keine: 12%

Das Ergebnis wundert mich nicht im geringsten. Ich komme gut an in meinem Amt, darauf muß ich gar nicht weiter eingehen. Ich bin mir meiner Qualitäten durchaus bewusst. Das Einzige was mich in diesem Zusammenhang wundert, ist der Überhang des starken Geschlechts. Ich gehe jedoch davon aus, dass die Zahlen hier vertauscht worden sind. Falls dies nicht der Fall ist, liegt es daran, dass das Organisieren einer Reise schon seit jeher eine Männerdomäne ist, die Frau erledigt ja das Packen und betreut auf Reisen die Kinder. Ja, das wird es sein.

Demnächst muß ich eventuell auch Städtereisen in ausländische Metropolen weitervermitteln, bei der zunehmenden Dreistigkeit der Außendienstmitarbeiter ist das jedenfalls nicht auszuschließen.

Auch dass 100% der Besucher wiederkommen werden, ist einleuchtend. Dies liegt einfach daran, dass ich nie alle notwendigen Stempel auf die Formulare drücke, sodass mindestens 5 Besuche in meinem Amt erforderlich sind, um den Zuschlag zu erhalten. So geht mir die Arbeit nie aus, und ich zeige den Besuchern, wer nun mal hier im Amt das Sagen hat. Ein Murren oder eine Beschwerde und schon geht das Angebot zurück auf meinen Schreibtisch. Es gibt genug Interessenten, die mir das Angebot dann aus den Händen reißen.

Hochachtungsvoll

Helmfried Hansemann



iPod Shuffle abzugeben

Sonntag, der 20. April 2008      Meinungen Kommentar abgeben! (bisher 2)

Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht nur Reisen werden im Amt zur Bewilligung von Dienstreisen den Beamten entwendet, neulich wollte doch ein Kollege glatt einen iPod Shuffle über meine Kostenstelle abrechnen. Wurde selbstverständlich sofort entwendet.

Da ich keine Verwendung für dieses neumodische Zeugs habe, möchte ich diesen an Sie, meine Damen und Herren, veräußern.

Ich habe jedoch nur ein Stück zur Verfügung. Da der Interessentenkreis sicherlich größer sein wird, habe ich eine kleine Aufgabe, um den Auserwählten unter meinen Amtsbesuchern auszuwählen:

Nehmen Sie an unserer ABeDi-Umfrage teil, nur dann können Sie der glückliche Gewinner des iPod Shuffle sein.

Ich freue mich auf Ihre Antworten!

Hochachtungsvoll

Ihr Helmfried Hansemann



Skandal im Rathaus – Unbekannte stehlen Internet!

Sonntag, der 20. April 2008      Meinungen Kommentieren!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum,

ein Skandal hat sich im hiesigen Rathaus in der Nacht von Sonntag auf Montag, den 21. April 2008, zugetragen. Vandalismus in seiner Reinform musste das Amt zur Bewilligung von Dienstreisen erleben, als Unbekannte die Internet-Verbindung der Stadtverwaltung kappten. Wie diese Tat verübt werden konnte und wer sich hinter dies dubiosen Machenschaften verbirgt, obligt nun der örtlichen Polizei.

Ich konnte aber wegen meiner guten Beziehungen zu den Wanderfreunden 1874 e.V. das Angebot für den heutigen Montag auf eine Diskette kopieren und über deren Computer um genau 9.29 CEST noch online stellen.

Ich entschuldige die Unannehmlichkeiten und hoffe innigst, den Täter in die Finger zu bekommen. Dann wird diesem unflätigen Bengel nicht mal mehr der liebe Gott helfen können.

Hochachtungsvoll

Ihr Helmfried Hansemann



Auch Beamte neigen ab und an zu Scherzen

Mittwoch, der 2. April 2008      Meinungen Kommentieren!

Sehr verehrtes Publikum,

der 1. April traf einige von Ihnen wie einen Paukenschlag. Ein lang ersehnter Traum könnte wahr werden und Sie könnten die Erde von oben betrachten, aus den Weiten des Weltalls.

Was bisher nur einigen wenigen Auserwählten oder Superreichen möglich war, würden die Besucher meines Amts nun machen können. Schön wär’s, ich hätte auch eine Wunschliste mit Menschen die ich auf den Mond schicken möchte. Doch so weit sind wir im Amt zur Bewilligung von Dienstreisen (leider) noch nicht.

Ich hoffe, mir nimmt niemand übel, dass ich den ein oder anderen in den April geschickt habe und wünsche eine angenehme Zeit in meiner Amtsstube.

Hochachtungsvoll,

Helmfried Hansemann



ABeDi.de – Der zweite Streich

Montag, der 11. Februar 2008      Meinungen Kommentieren!

Der zweite Monat im Amt zur Bewilligung von Dienstreisen ist vergangen und so langsam kann sich Verwaltungsobersekretär Helmfried Hansemann vor Arbeit nicht mehr retten, denn im Schnitt hatte er das Fünffache an Laufkundschaft abzufertigen im Vergleich mit dem Vormonat. “Am 30. Januar war ich beinahe 8 Stunden im Büro, das habe ich in meiner gesamten Dienstzeit noch nie geschafft!” schreit er wie von Sinnen bei unserem Telefonat in den Hörer. Schuld daran wäre “dieses Schmierblatt” gewesen, welches sich erlaubt hat, über seine Amtsstube einen Bericht zu erfassen. So ist auch nicht verwunderlich, das genau dieser Tag die Top5 des Monats Januar anführt:

  1. Das höchste Hotel der Hauptstadt vom 30.1.
  2. Karneval im Kölner Hilton vom 15.1.
  3. Das Überraschungsurlaubspaket vom 2.2.
  4. Mit der Bahn in die goldene Stadt vom 29.1.
  5. Rosenmontag in Mainz vom 21.1.

Einen Witz ganz in Beamtenmanier hatte Hansemann auch noch auf Lager. “Die Überraschung ist die Überraschung” – was für ein Kalauer – jedoch hat es das Paket auf den dritten Platz geschafft. Im Januar hat es zudem die Hauptstadt geschafft, Köln vom Podest zu stoßen und den ersten Platz für sich zu gewinnen. Aus der Flugreise ist leider in diesem Monat noch nichts geworden, doch als erstes Ziel mit Anreise ist die goldene Stadt Prag ebenfalls in die Top5 gefahren. Deswegen dürfen wir gespannt auf den nächsten Monatsbericht und die Resonanz auf die erste Flugreise warten.

Nur einen Rat hat der Verwaltungsangestellte noch an die Besucher seiner Amtsstube: “Lassen Sie doch die Anmelde-Dame nicht links liegen, sonst lungern Sie ja noch viel länger beim Kommentieren in meinem Büro herum.”



ABeDi.de in Deutschlands größter Tageszeitung

Mittwoch, der 30. Januar 2008      Meinungen Kommentieren!

Sehr geehrte Damen und Herren,

was lange währt, wird endlich gut – oder warum hat die BILD-Zeitung so lange gebraucht, um über meine Amtsstube zu berichten? Na gut, es war “nur” die Online-Ausgabe und auch nicht ganz oben bei Otto’s Ex-Frau, die jetzt angeblich auf unkonventionelle Art ihr Geld verdient, oder Roland Koch’s Absturz, aber dennoch fast so wichtig, weil wir oberhalb des knuffigen Eisbären Knut stehen!

Zwar sind wir nicht die einzigen, über die der Bericht geht, aber eine weitere Behörde konnte ich unter den Kollegen auf der Seite nicht entdecken, erst recht nicht aus der Reisebranche. Nur was “Direkt-Einkäufe” sein sollen, wir für mich als Neu-Deutsch-Legastheniker wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

Hochachtungsvoll

Helmfried Hansemann



Wählt ABeDi!

Donnerstag, der 17. Januar 2008      Meinungen Kommentieren!

Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht nur die Vereinigten Staaten von Amerika sind im Wahlkampffieber, auch im Amt zur Bewilligung von Dienstreisen herrscht seit einigen Tagen helle Aufregung. Der Grund:

Umfrage bei liveshopping-blog.de über den Favorit der Leser

Jetzt sind Sie, meine Damen und Herren, aufgefordert, Ihre Stimme für ABeDi abzugeben! Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Unterstützung.

Hochachtungsvoll,

Helmfried Hansemann



Ein Monat ABeDi.de – Ein Resümee

Dienstag, der 15. Januar 2008      Meinungen Kommentieren!

Gut ein Monat ist seit dem Start des Amts zur Bewilligung von Dienstreisen vergangen und es ist an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen – wie es sich für ein ordentliches Amt gehört. Am Fernsprecher hat uns Helmfried Hansemann (Verwaltungsobersekretär) Rede und Antwort gestanden. Im folgenden haben wir die Ergebnisse des Gesprächs noch einmal für euch aufbereitet.

Erfreuliches ist laut Hansemann von der Besucherfront zu berichten: Nach dem Startschuss am 4. Dezember 2007 hat sich relativ bald “eine konstante wiederkehrende Besucherschar” aus der Masse heraus kristallisiert. Zu bemängeln hat der Beamte lediglich die schwache Quote bei den Neuregistrierungen, nur “ein kleines Prozent der Besucher hat es geschafft, sich im Amt anzumelden.” Doch erhofft er diese durch noch attraktivere Angebote zu erhöhen.

Hier die Top 5 der meistbesuchten Angebote:

  1. Dom-Hotel mit City-Thriller in Köln vom 24.12.2007
  2. Berlin erleben vom 18.12.2007
  3. Kletterkurs in Dortmund vom 03.01.2008
  4. Weihnachten in Disentis/Schweiz vom 13.12.2007
  5. Feng Shui in Laupheim vom 12.12.2007

Nach einem Monat ABeDi.de kann Hansemann berichten, dass die Besucher des Amtes die deutschen Metropolen den Erholungsangeboten abseits der Städte vorziehen. Erfreulich ist für den Beamten, dass “das erste Auslandsangebot gleich so viel Zuspruch” gefunden hat.

Für die nächsten Wochen will Hansemann nicht viel verraten, außer dass “eine absolute Top-Adresse und die erste Flugreise” in Arbeit sind. Wann? “Einfach jeden Tag vorbei schauen, dann verpassen Sie bestimmt nichts!”



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